20. Oktober 2022
Die Begrünung von Fassaden verbessert das Kleinklima (Foto: Kannenpflanze auf pixabay)
Nach Jahrhunderthitze und Trockenheit im Jahr 2018 und nun wieder im Juni 2019, weltweiten "Fridays for Future"-Demonstrationen sowie anhaltenden Diskussionen über globale Klimaschutzziele ist das drängende Thema Klimaschutz allgemein präsent. Umso erfreuter ist der BUND, dass die Stadt Bad Honnef aufgrund eines aktuellen Bürgerantrages (von Heinz Jacobs und Christian Holtkamp) sich dieses Themas endlich in der Ratssitzung am 4. Juli 2019 annehmen möchte. Der BUND selbst trägt ebenfalls einen gemeinsamen Antrag mit vielen Gruppen und Vereinen zur Feststellung eines "Klimanotstandes" mit, der gegenüber allen Gemeinden des Kreises gestellt worden ist.
Auch Bad Honnef hat eine gesellschaftliche Verpflichtung für eine nachhaltige Stadtentwicklung sowie ein ökologisches Haushalten vor allem für zukünftige Generationen. Stadtgrün muss als wichtige Naturressource erhalten bleiben, Klimaschutz eine stärkere Rolle spielen. Bad Honnef als Fairtrade-Stadt, Mitglied der "Kommunen für biologische Vielfalt" und des Netzwerkes "Bad Honnef lernt Nachhaltigkeit" und beteiligt am "Chance7"-Projekt steht hier in einer besonderen Verantwortung zur Einhaltung und lokalen Umsetzung der 2016 von der UN verabschiedeten "Sustainable Developement Goals".
Frau Ulrike Holtkamp schlug in einem Telefonat mit Bürgermeister Otto Neuhoff am 27. Juni 2019 die Gründung einer Arbeitsgruppe "Klimaschutz" vor. Der BUND würde eine solche Arbeitsgruppe mit Beteiligung verschiedener Expert*innen, verantwortlichen öffentlichen Organen und engagierten Bürger*innen befürworten. Hier könnten konkrete Maßnahmen zum kommunalen Klimaschutz erarbeitet werden wie zum Beispiel:
1. Zum Schutz des Kleinklimas, der Frischluftversorgung und der Beschattung
- Erhalt von Grünflächen
- Erhalt und Förderung von Biotopverbundnetzen
- Verstärkter Baumschutz, Baumpflanzungen heimischer, großkroniger Arten
- Stärkung von Fassaden- und Dachbegrünung
- Erhalt und Stärkung von Natur- und Landschaftsschutzgebieten
- Entsiegelungs- und Versickerungskonzepte für Niederschlagswasser
2. Zur Erschließung alternativer Energiequellen bzw. zum Energiesparen
- Begleitetete Altbausanierung (Plus-Energiehäuser im Altbau)
- Solardach-Förderer (z. B. über ein Mentorensystem)
- Information und Sensibilisierung der Bad Honnefer Bürger*innen für Klima- und Umweltschutzthemen (z.B. Infoabende, Infostände bei städtischen Veranstaltungen, Infobroschüren ausgelegt in öffentlichen Einrichtungen)
- Mehr Angebote für "Bildung für nachhaltige Entwicklung"
3. Zur Stärkung alternativer Verkehrsmittel
- Besserer ÖPNV-Ausbau, vor allem zwischen Tal- und Berglage
- Reduktion der Fahrpreise für den ÖPNV
- Unterstützung von Bürger-Fahrdiensten und Mitfahr-Apps
Der BUND, insbesondere die Kreisgruppe Rhein-Sieg, ist gern und jederzeit zu einem konstruktiven Dialog mit der Stadtverwaltung, zuständigen Akteuren und den Bürger*innen bereit.
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