20. Oktober 2022
Auf einer der neuen Flächen des BUND in der Obstblütenlandschaft Botzdorf-Hennesenberg wird mit autochthonem Saatgut eine Blumenwiese angelegt, wo vorher Brombeerdschungel herrschte.
(Achim Baumgartner)
Obstblütenlandschaft wächst und gedeiht
Die Obstblütenlandschaft oberhalb von Roisdorf und Botzdorf ist ein bedeutendes Landschaftsschutzprojekt in unserer Region. Acht weitere Parzellen sind im Jahr 2019 zum Obstblütenprojekt hinzugekommen. Besonders erwähnenswert ist dabei die Schenkung eines fast 2.000 qm großen Grundstückes. Das ist eine ganz besondere Art der Wertschätzung unserer Arbeit, freut sich der Projektkoordinator, Achim Baumgartner, über das damit verbundene Vertrauen.
Auf mehreren der neuen Parzellen entstehen durch Einsaat und angepasste Pflege artenreiche Blumen- und Streuobstwiesen. Sie werden auch für die Heumahd genutzt. Das raufaserreiche Heu wird, sofern es nicht selbst für die BUND-Schafe benötigt wird, in gepressten kleinen Rundballen gezielt an Pferdehalter*innen vor Ort verkauft.
Von großer Bedeutung ist dabei die Staffelmahd, der Einsatz von Messerbalken und kleinen Geräten, um die Tiere der Wiesen möglichst zu schonen und ihnen das ganze Jahr hindurch stets ausreichende Rückzugsmöglichkeiten zu gewähren. Der BUND hat dazu im Rahmen der Arbeit in seinem Regionalen Wiesen- und Weidezentrum (RWWZ) eigene Pflegestandards für sein Wiesenheu entwickelt, die z. B. auch den Erhalt von Altgrasstreifen für den Winter vorsehen. Denn Insekten brauchen nicht nur Nahrung, sondern müssen auch als Ei oder Puppe schadlos überdauern.
Das Projekt der „Obstblütenlandschaft Botzdorf-Hennesenberg“ wird gemeinsam getragen vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), dem Vogelschutz-Komitee (VsK) sowie dem Landschafts-Schutzverein Vorgebirge (LSV). Ziel ist es, oberhalb von Botzdorf eine lebendige, artenreiche Landschaft zu erhalten und weiter zu entwickeln. Das Projekt wurde inzwischen drei Mal (2015, 2017, 2019) als UN-Dekadeprojekt für Biologische Vielfalt ausgezeichnet.
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