03. März 2020
15.12.2020: Der Notarvertrag ist unterzeichnet. Nach einigen Jahren der Pacht (Pachtbeginn
1.11.2016) durch den BUND Rhein-Sieg-Kreis hat nun die BUND NRW Naturschutzstiftung die
Tongrube Niederpleis von der Rhein-Sieg-Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH (RSAG) erworben. Damit übernimmt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) dauerhaft Mitverantwortung für die Pflege und Entwicklung eines bedeutenden europäischen Fauna-Flora-Habitat-Gebietes (DE-5209-302) im Rhein-Sieg-Kreis und unterstützt damit die
Naturschutzverpflichtungen des Landes NRW und des Rhein-Sieg-Kreises.
Das 21,66 Hektar große Gelände ist ein besonderer Sammelpunkt der Artenvielfalt.
Bemerkenswert sind nicht nur die dort lebenden Amphibien und Reptilien, sondern gerade auch
die Libellen und Schmetterlinge, die aktuell regelmäßig ehrenamtlich erfasst und kartiert werden.
Bislang 41 Libellenarten sind dort nachgewiesen worden. Zugleich melden sich unter der Pflege
des BUND auch seltene Pflanzenarten nach und nach wieder zurück.
Nicht nur die zunehmende Sommertrockenheit ist aktuell eine besondere Herausforderung,
sondern auch die weitere Entwicklung des Schutzgebietes. „In den nächsten Jahren wollen wir
noch einmal viel Geld investieren und die „Wasserhaltung“ neu aufstellen und dadurch mehr
Niederschlagswasser im Schutzgebiet zurückhalten“, entwirft Achim Baumgartner die Perspektive
in die Zukunft.
Unterstützend legt die RSAG Trittsteinbiotope auf dem Deponiegelände an. „Ziel ist die
Realisierung einer Biotopvernetzung – vom Pleisbach über die Tongrube bis hin zur Siegaue“,
ergänzt Ludgera Decking. Der Natur- und Artenschutz hat auch im Rahmen des
Nutzungskonzeptes der an die Tongrube angrenzenden Deponiealtbereiche einen hohen
Stellenwert für die RSAG.
Der Ankauf der Tongrube wurde mit ELER-Geldern der EU und des Landes NRW finanziell
unterstützt.
Die Tongrube Niederpleis hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Bereits im 19. Jahrhundert
wurde dort Ton abgebaut, zuletzt in der Phase von 1948 bis 2011. Das Abbauvolumen beträgt
insgesamt etwa 600.000 cbm. Seit 2011 ruht der Abbau. Die Bergaufsicht für den ehemaligen
Tontagebau ist gem. § 69 Abs. 2 Bundesberggesetz (BbergG) am 30.11.2018 offiziell beendet
worden. Das Gelände ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen.
15. Februar 2020
Grafenwerth: Redlichkeit muss Maßstab bleiben!
13. Februar 2020
Grafenwerth: VG Köln belässt es beim "Hängebeschluss"
03. Februar 2020
Grafenwerth: BUND beantragt Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung
24. Januar 2020
BUND NRW erhebt Klage gegen Befreiungsbescheid Grafenwerth
19. Januar 2020 | Pressemitteilung
Seniorendorf Oberpleis – ein Schlag gegen Naturschutz und Raumordnung
11. Januar 2020 | Aktion